Bedürfnisse des Pferdes

  • Bewegung: In freier Natur ist ein Pferd 10 bis 16 Stunden am Tag - meist zur Futtersuche - unterwegs. Da dieser Bewegungsbedarf allein über den Reit- und Fahrsport meist     nicht gedeckt werden kann, sollte möglichst viel Gelegenheit zur selbständigen unbehinderten Bewegung gegeben werden.
  • Sozialkontakte: Pferde sind ausgeprägte Herdentiere, Die Herde ist ihre Heimat.. Jedes Pferd braucht die Möglichkeit Sozialkontakte mit Artgenossen aufzunehmen.
  • Gesundheit: das Pferd ist auf ein Leben unter freiem Himmel eingestellt und braucht den Kontakt zu Licht und Luft genauso wie staubfreie Luft und staubfreies Futter.            Staub ist heutzutage das größte Problem für die empfindlichen Atmungsorgane des Pferdes.
  • Futter: da das Pferd einen für seine Größe sehr kleinen Magen hat, muss über den Tag verteilt genügend Futter in kleineren Mengen verfügbar sein.
  • Anregung: Zur Erhaltung eines ausgeglichenen Nervenkostüms und gleichzeitig wacher Sinne braucht das Pferd ein Mindestmaß an Abwechslung. Ideal ist hier ein                    freier Ausblick, der das Interesse an der Umgebung erhält, ohne Stress zu verursachen.
  • Sicherheit: Das Pferd möchte bei Stress die Gelegenheit haben zu fliehen, sein Raumbedarf ist also relativ hoch.

 

 

Freundlich

Ein Ihnen freundlich gesinntes Pferd hat die gespitzten Ohren Ihnen zugewandt;Es blickt Sie interessiert an und hat einen entspannten Gesichtsausdruck. Sein Schweif pendelt locker.

Unmut 

Seinen Unmut drückt ein Pferd aus, indem es mit den Beinen aufstampft, den Kopf schüttelt und die Ohren anlegt. Je ernster es dem Pferd ist, desto flacher liegen die Ohren am Kopf an. Bleckt es die Zähne, droht es zu beissen. Die Absicht zu schlagen kündigt es durch ein Anheben des Hinterbeins und «Zielen» an. Im Allgemeinen schlagen und beissen Pferde nicht ohne Vorwarnung. Sie sind friedfertige Wesen, die erst dann Gewalt anwenden, wenn Drohungen keine Wirkung zeigen und sie keinen anderen Ausweg aus einer Situation sehen.

 

Angst

Fürchtet sich ein Pferd, so reisst es den Kopf hoch und hat eine angespannte Körperhaltung. Seine Augen und Nüstern sind geweitet und der Schweif eingezogen. Wenn das Pferd mit den Augen rollt, so dass man das Weiss im Auge sieht, hat es grosse Angst oder gar Panik.

Schmerz

Schmerzen äussern Pferde nicht über ihre Stimme. Eine Tatsache, die leider nur zu oft dazu führt, dass das Leiden eines Pferdes übersehen wird und unbemerkt bleibt. Vor allem chronischer Schmerz ist gerade für Laien nicht leicht zu erkennen. Typisch für Schmerzen sind ein zusammengekniffenes Maul und ein stumpfer, nach innen gekehrter Blick. Unter dem Reiter zeigt sich Schmerz auch durch eine hohe Kopfhaltung und weggedrückten Rücken (das Pferd macht ein «Hohlkreuz»), aufgerissenes Maul und Kopfschlagen. Auch häufiges Buckeln und Durchgehen können ein Ausdruck von Schmerz sein.

 

 

Frieren

Möglicherweise haben Sie sich schon einmal gefragt, ob denn die Pferde, die im Winter oder bei Regen ohne Decke auf der Weide stehen, nicht frieren. Im Allgemeinen ist dies nicht der Fall. Pferde fühlen sich draussen am wohlsten und sind weniger kälteempfindlich als Menschen. Ein Pferd, das wirklich friert, zittert um durch das Muskeltzittern seinen Wärmehaushalt zu regulieren. Dauert das Zittern nicht länger als ein paar Minuten, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Anhaltendens Zittern ist jedoch ein deutliches Zeichen, dass es dem Pferd zu kalt ist.

 

 

 

 
 

 

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